Zum Gedenken und zur Warnung: Nie wieder Faschismus , nie wieder Krieg!

Noch bis in die 1970er/1980er Jahre hinein, sprachen viele Politiker und Veteranenverbände (Krieger- und Soldatenkameradschaften)  zum Beispiel beim Volkstrauertag von den gefallenen deutschen Soldaten des 2. Weltkrieges als „Helden“. Wie auf dem beiliegenden Foto aus den 1960er Jahren, vor dem Kriegerdenkmal in Pfeffenhausen.    In einem verbrecherischen, faschistischen Eroberungs- und Raubkrieg, gibt es keine Helden! Nicht nur die Waffen-SS,  sondern auch viele Verbände der Wehrmacht haben in ihren Feldzügen gegen andere Völker schwere Kriegsverbrechen gegenüber den gegnerischen Soldaten und Zivilisten begangen.

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf Polen im Herbst 1939. In der Folge wurde weltweit gekämpft und es wurden Kriegsverbrechen und Massenmorde verübt. Insgesamt wurden schätzungsweise mehr als 70 Millionen Menschen getötet.
Die höchsten Verluste musste die Sowjetunion verzeichnen: Rund zehn Millionen Soldaten der Roten Armee wurden getötet oder starben in Kriegsgefangenschaft. Über 3 Millionen sowjetische Soldaten starben durch Hunger und Krankheit in den deutschen Kriegsgefangenenlagern. Schätzungen zufolge starben in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg über 14 Millionen Zivilisten. Insgesamt verloren mindestens 24 Millionen sowjetische Bürger ihr Leben – bedingt durch den Rassenwahn des nationalsozialistischen Deutschlands.

Wie viele Soldaten waren beteiligt?

Im Jahr 1939 umfasste die Wehrmacht rund 4,5 Millionen Soldaten. Im Vergleich dazu hatte die britische Armee nur rund 480.000 Mann unter Waffen, während die Armee Frankreichs rund fünf Millionen Soldaten zählte. Während des tobenden Krieges erhöhte sich die Zahl kontinuierlich, so zählte die Armee des Vereinigten Königreich zum Kriegsende 1945 rund 5,1 Millionen Soldaten. Auch bei der Sowjetunion machte sich eine starke Mobilisierung bemerkbar: 1944 gehörten der Roten Armee rund 12,2 Millionen Soldaten an, mehr als doppelt so viele wie im Jahr 1940.

Der Holocaust

Das nationalsozialistische Deutschland beging mit dem Holocaust einen der größten Völkermorde der Weltgeschichte: Nachdem die jüdischen Bürger Deutschlands bereits seit 1933 Willkür, Enteignung, Inhaftierungen, Gewalt bis hin zu Morden ausgesetzt war, weitete die NS-Führung die Verfolgung ab 1939 in den vom Deutschen Reich besetzten Gebieten aus. Die jüdische Bevölkerung Europas wurde verfolgt, getötet und in deutsche Vernichtungslager in Osteuropa deportiert. Insgesamt wurden mehr als sechs Millionen jüdische Menschen im  Holocaust systematisch ermordet.

Deutsche Opfer im 2. Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg starben schätzungsweise 5,18 bis 5,53 Millionen deutsche Soldaten. Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle, aber die Schätzungen liegen in diesem Bereich. Zusätzlich kamen schätzungsweise 1,11 Millionen Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft ums Leben. Die Verluste waren vor allem an der Ostfront sehr hoch. Schätzungen zufolge starben im Zweiten Weltkrieg zwischen 2,1 und 2,7 Millionen deutsche Zivilisten. Mindestens 350.000 bis über 500.000 zivile Opfer durch die Bombenangriffe der Alliierten. 

Vier Pfeffenhausener Freunde Januar 1944 auf Heimaturlaub
Drei Pfeffenhausener Freunde auf Heimaturlaub Januar 1944
Foto – Unseren toten Helden – Pfeffenhausen – Volkstrauertag